Die erste Fahrt
Elfentor, gleich nach einem Pressen durch Bitterhand, sechs Monate nach dem Ende des Krieges.
Bjomolf Arc erhält vom Händler Harder Kulpreet aus Durrendaal den Auftrag, zu den Groetken-Inseln zu fahren und dort von Schmugglern aus Gultrund ein Fass mit esculischem Vitriol entgegen zu nehmen, welches nach Durrendaal zu schmuggeln ist. Dass Ganze soll geheim bleiben. Dafür übergibt Kulpreet ihm eine gefälschte Besitzurkunde für ein Schiff im Hafen. Kapitän Arc soll eine Mannschaft anheuern; führt er den Auftrag wie vereinbart aus, wird er insgeheim im Dienste Kulpreets verbleiben, der als Pfand Beweise für die Fälschung der Besitzurkunde zurückhält.
Lazar und Sununoro finden sich beide wieder als Gefangene von Triefauge Jesce, dem hässlichsten Sklavenjäger Elfentors, in Lazars Fall wegen eines Kopfgeldes, ausgesetzt von Haus Gargnakh. Die beiden spannen zusammen, überwältigen ihre Wachen und hauen ab.
Moatsch wird während seiner Arbeit in einer Schmiede zusehends von Anwerbern der Handelskompanie bedrängt.
Calbert Nesses fristet ein Dasein als Bedienung im Gasthaus Glücklicher Klabauter und drängt sich dessen Wirt auf als Ersatz für einen gepressten Barden. Das Ergebnis ist wenig überzeugend von einem musikalischen Standpunkt her und führt zu einer üblen Kneipenkeilerei und Calberts Entlassung.
Da er nach dem Pressen nicht wählerisch sein kann, heuert Kapitän Arc obige Nichtseefahrer an, zusammen mit Ormund, dem einzigen Ungepressten der vorherigen Crew des Schiffes.
Das Schiff wird Hunt of Bliss getauft und verlässt bei Dunkelheit überstürzt Elfentor, da Bitterhand zurückkehrt, sein Pressen fortzusetzen. Bei der Durchfahrt unter der Roten Brücke erweist sich Sununoros seltsamer Sinn für Strömungen als hilfreich.
Wie sich herausstellt, wurden die Schmuggler auf den Groetken von Orks überfallen und gefressen. Während der Käptn, Calbert und Lazar diese niederhacken, bringen Moatsch und Sununoro das aufgeschlagene und teilweise ausgeleerte Fass in Sicherheit.
Calbert erschleicht sich zunehmends Ormunds Vertrauen und beginnt zu vermuten, dass der Kerl ein mieser Schuft ist. Derweil steigt Lazar in des Kapitäns Wohlwollen zusehends auf – nicht wegen, sondern trotz dessen guter Menschenkenntnis.
In Durrendaal ist nichts wie geplant. Inquisitor Tycho Gormenghast ist in der Stadt, was für eine angespannte Stimmung sorgt. Kulpreet will den Kapitän erst nicht empfangen, ruft ihn dann aber überstürzt zu sich und befiehlt ihm, das geschmuggelte Fass im Meer zu versenken. Der Händler wirkt halb panisch.
Calberts Vermutungen über Ormunds Lumpensein bewahrheiten sich: Der Kerl hat seine vorherigen Kameraden den Pressern ausgeliefert. Auch erwischt Calbert ihn mitten in der Nacht, wie er sich am Schmuggelversteck zu schaffen macht. Umgehend weckt Calbert Moatsch und den Käptn. Ormund wird ertappt, wie er einen Beutel aus dem Fass entwendet. Er gesteht, von Skarr, dem Leibwächter von Gouverneur Tibretus, angeheuert worden zu sein, diesen Beutel zu beschaffen. Trotz all seinem Flehen und seinen Loyalitätsbeteuerungen wird er von Kapitän Arc getötet.
Calbert kann der Versuchung des runenbestickten schwarzen Beutels nicht wiederstehen. Er blickt hinein und sieht kurz eine Art Stein von blassgrüner Färbung, bevor ihn Schwäche und Übelkeit wie der Schlag treffen. Dies liegt offensichtlich an der Ausstrahlung des Dings im Beutel, welche erst im Pulver im Fass wieder vollständig abgeschirmt scheint.
Es wird bekannt, dass Inquisitor Gormenghast eine Untersuchung gegen Gouverneur Tibretus einleitet.
Unseren Helden wird es in Durrendaal zu ungemütlich, und sie machen sich aus dem Staub. Im Schmuggelversteck der Hunt of Bliss befindet sich noch immer das Fass voller esculischem Vitriol und dem Beutel mit seinem ominösen Inhalt.
Memorable Momente:
Des Kapitäns Mantra angesichts der Auswahl an potentiellen Besatzungsmitgliedern: „Du kannst nicht wählerisch sein.“
Interessanter biologischer Fakt: Zwerge scheissen nur alle 14 Tage. Aber dann…
„Mein Name ist Lazar; meine Freund nennen mich Laz. Eigentlich nennt mich niemand Laz.“
Während Calbert im Glücklichen Klabauter auf der Bühne steht, verlangt so ein Kerl ein imperiumsfreundliches Lied; ein Hafenarbeiter will es ihm verbieten. Beide beharren auf ihrer Position. Calberts Vermittlung: „Kämpft darum!“
Der Wirt ist ober der folgenden Schlägerei nicht erfreut und gibt diesem auch in eindeutiger Manier Ausdruck (er mag noch nicht realisiert haben, dass die Sache von Bitterhands Leuten angezettelt wurde, obwohl Kapitän Arc dies aus Eigeninteresse bereits kundgetan hat). Es folgt Calberts fulminanter Abgang von Bühne und Arbeit – und die Erkenntnis: „Presser in der Stadt und keine feste Anstellung mehr – nicht gut!“
Ende eines Orkbosses: Erst verstümmeln sie seinen rechten Arm, der das Beil führt. Also schlitzt er dem Boss der Feinde mit Links das Bein auf. Der zerhaut ihm auch noch den zweiten Arm. Also versucht der Ork, den Kerl zu beissen – doch der hat ihm bereits ein Schwert durch den Leib gerammt. Ärgerlich, sowas.
Nach des Kapitäns Beinaheverlust eines Beines machten sich Lazar und Calbert übrigens nur widerwillig an dessen Schutz; der Wunsch nach einem einbeinigen Käptn war doch sehr stark.
Lazar: Mit der Lönzu-Taktik zum Elitematrosen. Ausserdem ein überraschend effizienter Orkschnetzler.
Neuer Traumberuf: Branderkapitän. Bjomolf Arcs trockenen Witz hat der Spielleiter schamlos geklaut.
